Über uns / Geschichte
Die Geschichte hinter Tante Ema
Wie aus einer Leidenschaft für Design eine Marke wurde – erzählt von Emanuela Pesché.
Kapitel 1
Wie alles anfing
Schon in der Schule wollte ich Grafikdesignerin werden. Meine Eltern aber empfahlen mir eine naturwissenschaftliche Laufbahn – also studierte ich erst einmal ein paar Jahre Agrarbiologie. Meine Kreativität ließ sich davon nicht unterdrücken: Schon während des Studiums entwarf ich für die Theatergruppe Plakate, Programmhefte, Eintrittskarten und Banner.
Dann machte ich Ernst. Ich absolvierte einen Mappenkurs und studierte Grafikdesign – in Deutschland und in Amerika. Die Zeit an der University of the Arts in Philadelphia und mein halbes Jahr bei der Agentur AvroKo in New York waren unglaublich inspirierend. Die Freiheit im Denken und die erfrischende Offenheit der kreativen Menschen, denen ich dort begegnet bin, vermisse ich bis heute.
Kapitel 2
Die Geburt von Tante Ema
Schon während des Studiums entwickelte ich Corporate-Design-Konzepte für Unternehmen. Meine Studienabschlussarbeit „redpaperfolds" krönte ich mit funktionalen Mustern. Und 2005 rief ich dann meine eigene Marke ins Leben: Tante Ema.
Die erste Produktlinie war Papeterie – Notizblöcke, Lesezeichen, Geschenkpapiere, Geschenkanhänger und Postkarten, alle gestaltet mit meiner Vorliebe für alles Rot-Weiß-Getupfte. Die allererste Tasche nähte ich mit meiner Mutter am Küchentisch, aus genau so einem Stoff. Die ersten fünf Jahre lief Tante Ema „nur" nebenberuflich – bis ich 2010 meinen ersten Lizenznehmer traf und die Marke richtig Gestalt annahm.
„Manchmal ist Loslassen die mutigste Form von Verantwortung."
Kapitel 3
Das große Loft – und eine mutige Entscheidung
2011 zog Tante Ema in ein großes Loft. Dort waren der Store, der Kursbereich für Kinder und Erwachsene mit Nähgeburtstagen und das Designatelier zu Hause – das pulsierende Herz von Tante Ema. Eine Zeit lang hatte ich 14 Mitarbeiterinnen und etliche externe Freelancer.
Diese Jahre waren spannend, aufregend, anstrengend und manchmal auch traurig. Ich lernte etwas Wichtiges über mich: So groß, so geführt, war das nicht mein Weg. Also zog ich die Reißleine und schloss das Loft – noch vor der Pandemie. Im Rückblick war das eine der klügsten Entscheidungen, die ich getroffen habe.
Kapitel 4
Tante Ema heute
Inzwischen sind wir umgezogen. Heute betreibe ich diesen Online-Shop und einen Lagerverkauf in Wolfach. Und kreativ bin ich genauso tätig wie immer: Ich designe unter anderem für Kunden wie Alja, den größten Anbieter von Stoffen und Mercerie in der Schweiz, oder die „Stoffhändler mit Herz".
Kapitel 5
Meine Familie
Ich denke sehr gern an die Anfänge zurück – und bin dankbar, dass meine Familie mit all ihren Talenten einen Platz in Tante Ema gefunden hat. Meine Mutter ist eine großartige, kreative Näherin, die immer an mich geglaubt und sich jeden Tag engagiert hat. Meine Tante war in der schwierigen Anfangszeit eine wichtige Stütze, und meine Oma hat mir immer Liebe und Fürsorge geschenkt. Mein Vater war ein verlässlicher Rückhalt – und mein Mann Raphaël der beste, den ich mir je hätte wünschen können. Unsere beiden Kinder sind mein größtes Glück.
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Foto: Familie / am Küchentisch / im Atelier
Was bleibt
Was mich antreibt
Meine Leidenschaft ist es, Ideen zu entwickeln und sie umzusetzen. Designerin, Unternehmerin und Mutter zu sein – das ist das Beste, was mir je passiert ist.
Und jetzt
